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Schilddrüsentherapien

Radiofrequenzablation (RFA)

Wenn Zysten oder Knoten in der Schilddrüse zu sehr anwachsen und zu Beschwerden für Betroffene führen, sind oft eine Operation oder eine Radiojodtherapie (RJT) die Lösung. Es gibt aber noch eine dritte und neue Therapieart, die lokale und kleine krankhafte Stellen in der Schilddrüse ansprechen kann. Auch bei autonomen Schilddrüsenknoten ist die RFA eine gute Alternative zur OP.

Hierbei handelt es sich um die Radiofrequenzablation. Diese ist eine relativ neuartige Therapie, die ambulant durchgeführt werden kann.

Bei Schilddrüsenerkrankungen, welche die ganze Schilddrüse betreffen oder an vielen Stellen des Drüsengewebes vorkommen, wie z.B. Struma, krebsartige Schilddrüsenknoten oder Morbus Basedow, ist die RFA keine Methode der Wahl. Das zu zerstörende Gewebe wird jedenfalls im Vorfeld genau analysiert (Feinnadelpunktion, Ultraschall, Szintigraphie, etc.).

Bei der Radiofrequenzablation wird das krankhafte Gewebe durch Hitze von innen zerstört. Die dabei zerstörten Zellen werden im Laufe der Zeit aus der Schilddrüse abgetragen und ausgeschieden. Dadurch bleibt gesundes Gewebe über. Dieser Prozess kann allerdings bis zu einigen Monaten dauern.

Vor der Ablation wird die Position der zu behandelnden Stelle genau bestimmt. Dann wird eine Nadelsonde in den Knoten oder in die Zyste eingeführt. An der Spitze der Nadel befindet sich eine wärmeerzeugende Einrichtung. Damit das benachbarte gesunde Gewebe nicht mit zerstört wird, wird es mit einer kühlen Flüssigkeit kühl gehalten. Die Behandlung wird gleichzeitig mit Ultraschall beobachtet.

Bestimmend für den Erfolg dieser Therapie sind die Position, die Größe und die Art des Knotens oder der Zyste. Ob diese alternative Therapiemethode zum Einsatz kommen kann, bestimmt der Facharzt.

Die Radiofrequenzablation kann eine Schilddrüsen-OP komplett ersetzen. Eine Vollnarkose wie bei einer Operation ist bei der RFA nicht notwendig. Eine lokale Betäubung hilft, den Patienten die Angst vor Schmerzen zu nehmen, und je nach Größe des Knotens kann der Eingriff zwischen 15 bis 30 Minuten dauern.

Da bei dieser Behandlung gezielt das kranke Gewebe zerstört wird, bleibt das gesunde Schilddrüsengewebe erhalten. Dies ist der große Vorteil der FRA, weil nach dem Eingriff die Schilddrüse ihre Funktion weiter ausführen kann (nämlich Produktion von Hormonen T3 und T4) und die Patienten keine Hormone in Form von Medikamenten einnehmen müssen.

Wann ist die RFA keine Alternative zur OP?

Sie sind kein Kandidat für die RFA, wenn Sie an einem bösartigen Schilddrüsenkrebs leiden.

1- Radiofrequenzablation - Eingriff und Nachsorge

Der Eingriff findet routinemäßig ambulant statt und dauert, je nach Größe des Knotens zwischen 15 und 30 Minuten. Patienten bekommen eine lokale Betäubung und eventuell Beruhigungsmittel, und werden nach dem Eingriff bereits nach 20 Minuten entlassen. Bei nachträglichen Schmerzen können handelsübliche Schmerzmittel eingenommen werden. Die gute Nachricht: Es bleibt keine Narbe zurück!

Bei größeren Knoten könnten zusätzliche RFA-Behandlungen notwendig sein. Dies stellt sich im Laufe der Monate nach dem ersten Eingriff heraus, wenn des zerstörte Gewebe langsam vom Körper abgebaut und der Knoten somit immer kleiner wird.

2- Vorteile der Radiofrequenzablation

Die Radiofrequenzablation hat folgende Vorteile:

  • Die RFA ist eine minimal-invasive Behandlung

  • Kein langer Aufenthalt im Spital

  • Geringere Gefahr von Komplikationen

  • Eine viel kürzerer Erholungs- und Heilungsprozess als bei OP

  • Im Gegensatz zu einer kompletten Entfernung der Schilddrüse in einer Operation, bleibt bei RFA das gesunde Schilddrüsengewebe weiter bestehen und kann weiterhin Hormone produzieren. Patienten brauchen nach der Behandlung also keinen künstlichen Hormonersatz.

  • Es entsteht keine bleibende Narbe

  • Lokale Betäubung statt Vollnarkose

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Kontakt

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Ihr Dr. Rafiei